
Gebäudeschadstoffe
Schadstoffsanierung: PCB, KMF, PAK und Teer
Erkannt, getrennt ausgebaut, mit Nachweis entsorgt – vor Umbau, Entkernung oder Rückbau.
Gebäudeschadstoffe neben Asbest
In Gebäuden aus den 1950er- bis 1990er-Jahren stecken neben Asbest weitere Schadstoffe: PCB in Fugenmassen und Anstrichen, künstliche Mineralfasern in alter Dämmung, PAK in teerhaltigen Klebern und Abdichtungen, Holzschutzmittel in Dachstühlen. Vor einem Umbau, einer Entkernung oder einem Rückbau müssen sie erkannt und getrennt ausgebaut werden.
Wir sanieren diese Schadstoffe nach den geltenden Technischen Regeln und entsorgen sie getrennt und mit Nachweis. Für Asbest gibt es eine eigene Seite: Asbestsanierung.



PCB-Sanierung
PCB (polychlorierte Biphenyle) wurde bis in die 1970er-Jahre vor allem in dauerelastischen Fugenmassen, Anstrichen, Deckenplatten und Kondensatoren verwendet. PCB gast aus und belastet die Raumluft, besonders in Schulen, Verwaltungsbauten und Fertigteilbauten dieser Zeit.
Wir bauen PCB-haltige Fugen und Bauteile unter Schutzmaßnahmen aus und entsorgen sie als gefährlichen Abfall. Ein Beispiel ist unser Projekt in Paderborn: Asbest- und PCB-Sanierung mit Rückbau der Waschbetonfassade.



KMF: alte Mineralwolle sanieren
Glas- und Steinwolle, die vor 1996 hergestellt wurde, gilt als krebsverdächtig. Sie steckt in Dach- und Fassadendämmung, Trennwänden, abgehängten Decken und an Rohrleitungen.
Wir bauen alte Mineralwolle staubarm aus, verpacken sie dicht und entsorgen sie getrennt. Beispiele: Rückbau des gesamten Dachgeschosses mit KMF-Sanierung in der Klinik Gilead in Bielefeld, KMF- und Asbestsanierung in Schloss Neuhaus.



PAK, Teer und Holzschutzmittel
PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) finden sich in teerhaltigen Parkettklebern, Dachpappen, Abdichtungen und manchen Gussasphalten. Typisch ist schwarzer Kleber unter altem Holzparkett. Wir entfernen PAK-haltige Kleber und Beläge mit Absaugung und entsorgen sie als gefährlichen Abfall – etwa beim Rückbau einer Werkstankstelle mit Gussasphalt in Finnentrop.
Holzschutzmittel wie PCP und Lindan wurden bis in die 1980er-Jahre auf Dachstühle, Holzverkleidungen und Deckenbalken aufgetragen. Belastete Hölzer bauen wir aus und entsorgen sie ebenfalls als gefährlichen Abfall.



Ablauf
Von der Erkundung bis zum Nachweis
Seit Dezember 2024 müssen Bauherren bei Gebäuden, die vor dem 31.10.1993 errichtet wurden, vor Arbeiten das Baujahr und Informationen zu möglichem Asbest beibringen (Gefahrstoffverordnung). Wir prüfen vor jedem Auftrag zusätzlich auf PCB, KMF, PAK und Holzschutzmittel – damit Schadstoffe vor der Entkernung oder dem Rückbau getrennt ausgebaut werden.
- 01
Unterlagen und Begehung
Baujahr, Pläne, frühere Umbauten – und ein Blick auf das Gebäude selbst.
- 02
Proben
Bei Verdacht nehmen wir Proben und lassen sie im Labor untersuchen.
- 03
Angebot
Sie erhalten ein schriftliches Angebot – individuell nach Aufwand und Objekt.
- 04
Schutzmaßnahmen
Abschottung und Absaugung, je nach Schadstoff.
- 05
Getrennter Ausbau
Staubarm, dicht verpackt – vor Entkernung oder Rückbau.
- 06
Entsorgung mit Nachweis
An zugelassene Anlagen, Sie erhalten die Nachweise.
Referenzen
Abgeschlossene Bauvorhaben
FAQ
Häufige Fragen zu Gebäudeschadstoffen
Woran erkenne ich PCB im Gebäude?
Hinweise sind ein Baujahr zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren und dauerelastische Fugen – etwa zwischen Betonfertigteilen oder an Fenstern –, dazu bestimmte Anstriche und Deckenplatten. Sicher ist nur eine Material- oder Raumluftprobe.
Ist alte Mineralwolle gefährlich, und woran erkenne ich sie?
Glas- und Steinwolle, die vor 1996 hergestellt wurde, gilt als krebsverdächtig. Seit 2000 darf nur noch unbedenkliche Mineralwolle eingebaut werden, erkennbar am RAL-Gütezeichen. Fehlt die Kennzeichnung oder wurde vor 2000 gedämmt, ist von alter Mineralwolle auszugehen – dann gelten beim Ausbau besondere Schutzmaßnahmen.
Was muss ich vor einem Umbau prüfen lassen?
Bei Gebäuden, die vor dem 31.10.1993 errichtet wurden, müssen Bauherren vor Arbeiten das Baujahr und Informationen zu möglichem Asbest beibringen. Wir prüfen zusätzlich auf PCB, KMF, PAK und Holzschutzmittel, bei Verdacht mit Laborprobe. Typische Asbest-Fundorte zeigt unser Ratgeber Asbest im Altbau erkennen.
Woran erkenne ich teerhaltigen Parkettkleber?
Schwarzer, oft glänzender Kleber unter altem Stab- oder Mosaikparkett ist häufig teerhaltig und enthält PAK – typisch für Einbauten bis in die 1970er-Jahre. Sicher ist nur eine Laborprobe.
Was kostet eine Schadstoffsanierung?
Das hängt vom Schadstoff, von Menge und Zugänglichkeit und von den nötigen Schutzmaßnahmen ab. Nach einer Besichtigung erhalten Sie ein schriftliches Angebot – individuell nach Aufwand und Objekt.
Leistungen








