PCB-Sanierung

PCB (polychlorierte Biphenyle) wurde bis in die 1970er-Jahre vor allem in dauerelastischen Fugenmassen, Anstrichen, Deckenplatten und Kondensatoren verwendet. PCB gast aus und belastet die Raumluft, besonders in Schulen, Verwaltungsbauten und Fertigteilbauten dieser Zeit.

Wir bauen PCB-haltige Fugen und Bauteile unter Schutzmaßnahmen aus und entsorgen sie als gefährlichen Abfall. Ein Beispiel ist unser Projekt in Paderborn: Asbest- und PCB-Sanierung mit Rückbau der Waschbetonfassade.

Paderborn: Arbeitsbühne an der Waschbetonfassade bei der PCB-Sanierung
Paderborn: zwei Mitarbeiter lösen eine Waschbetonplatte von der Fassade
Paderborn: ausgebaute Waschbetonplatte hängt am Kran

PAK, Teer und Holzschutzmittel

PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) finden sich in teerhaltigen Parkettklebern, Dachpappen, Abdichtungen und manchen Gussasphalten. Typisch ist schwarzer Kleber unter altem Holzparkett. Wir entfernen PAK-haltige Kleber und Beläge mit Absaugung und entsorgen sie als gefährlichen Abfall – etwa beim Rückbau einer Werkstankstelle mit Gussasphalt in Finnentrop.

Holzschutzmittel wie PCP und Lindan wurden bis in die 1980er-Jahre auf Dachstühle, Holzverkleidungen und Deckenbalken aufgetragen. Belastete Hölzer bauen wir aus und entsorgen sie ebenfalls als gefährlichen Abfall.

Finnentrop: aufgebrochener Gussasphalt in der Werkhalle
Finnentrop: Mitarbeiter beim Rückbau des Gussasphalts in der Werkstatt
Big-Bags mit der Kennzeichnung „Achtung Asbest“ vor einem eingerüsteten Gebäude

Ablauf

Von der Erkundung bis zum Nachweis

Seit Dezember 2024 müssen Bauherren bei Gebäuden, die vor dem 31.10.1993 errichtet wurden, vor Arbeiten das Baujahr und Informationen zu möglichem Asbest beibringen (Gefahrstoffverordnung). Wir prüfen vor jedem Auftrag zusätzlich auf PCB, KMF, PAK und Holzschutzmittel – damit Schadstoffe vor der Entkernung oder dem Rückbau getrennt ausgebaut werden.

  1. Unterlagen und Begehung

    Baujahr, Pläne, frühere Umbauten – und ein Blick auf das Gebäude selbst.

  2. Proben

    Bei Verdacht nehmen wir Proben und lassen sie im Labor untersuchen.

  3. Angebot

    Sie erhalten ein schriftliches Angebot – individuell nach Aufwand und Objekt.

  4. Schutzmaßnahmen

    Abschottung und Absaugung, je nach Schadstoff.

  5. Getrennter Ausbau

    Staubarm, dicht verpackt – vor Entkernung oder Rückbau.

  6. Entsorgung mit Nachweis

    An zugelassene Anlagen, Sie erhalten die Nachweise.

FAQ

Häufige Fragen zu Gebäudeschadstoffen

Woran erkenne ich PCB im Gebäude?

Hinweise sind ein Baujahr zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren und dauerelastische Fugen – etwa zwischen Betonfertigteilen oder an Fenstern –, dazu bestimmte Anstriche und Deckenplatten. Sicher ist nur eine Material- oder Raumluftprobe.

Ist alte Mineralwolle gefährlich, und woran erkenne ich sie?

Glas- und Steinwolle, die vor 1996 hergestellt wurde, gilt als krebsverdächtig. Seit 2000 darf nur noch unbedenkliche Mineralwolle eingebaut werden, erkennbar am RAL-Gütezeichen. Fehlt die Kennzeichnung oder wurde vor 2000 gedämmt, ist von alter Mineralwolle auszugehen – dann gelten beim Ausbau besondere Schutzmaßnahmen.

Was muss ich vor einem Umbau prüfen lassen?

Bei Gebäuden, die vor dem 31.10.1993 errichtet wurden, müssen Bauherren vor Arbeiten das Baujahr und Informationen zu möglichem Asbest beibringen. Wir prüfen zusätzlich auf PCB, KMF, PAK und Holzschutzmittel, bei Verdacht mit Laborprobe. Typische Asbest-Fundorte zeigt unser Ratgeber Asbest im Altbau erkennen.

Woran erkenne ich teerhaltigen Parkettkleber?

Schwarzer, oft glänzender Kleber unter altem Stab- oder Mosaikparkett ist häufig teerhaltig und enthält PAK – typisch für Einbauten bis in die 1970er-Jahre. Sicher ist nur eine Laborprobe.

Was kostet eine Schadstoffsanierung?

Das hängt vom Schadstoff, von Menge und Zugänglichkeit und von den nötigen Schutzmaßnahmen ab. Nach einer Besichtigung erhalten Sie ein schriftliches Angebot – individuell nach Aufwand und Objekt.

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